Küwi mein Schlachmagen

•Juli 5, 2009 • 1 Kommentar

Hi Zusammen,

wollte auch mal schnell berichten wie es mir seit dem OP Tag mit dem Schlauchmagen geht.
Vorgespräch fand am 16.06 statt, Anestesie und nochmal den OP Verlauf und Blutentnahme.
Einrücken ins Krankehaus musste ich dann am Mittwoch den 17.06.2009 um 6.30 Uhr.
Ich bekam mein Zimmer und das Engelhemd und die nette Tablette, dann ging es auch schon los.
Nun wurd mir doch ganz anders, hoffentlich geht alles gut.
Schon wurde ich auf die Narkose vorbereitet, muss sagen die Leute waren alle sehr nett, haben alles erklärt.
Kurz danach muss ich schon im Reich der Träume gewesen sein :)
Irgendwann bin ich dann mal wieder wach geworden.
Hatte keine Schmerzen, bekam ständig Infusionen. Bin immer wieder eingeschlafen und hab nicht wirklich viel mitkommen.
Bin dann auf die Überwachungsstation gekommen, wo ich die Nacht verbringen musste wegen meiner Schlafabnoe.
Irgendwann war mein Freund mal da, aber auch mehr verschlafen als richtig mitbekommen.
Am Nachmittag kam dann der Arzt vorbei und erklärte mir das sie doch nen bissl Schwierigkeiten hatten.
Erstmal bei der Beatmung, hab da nun auch so einen Pass bekommen, fals nochmal eine OP ansteht.
Dann mussten sie den Bauch doch mehr aufpumpen wie geplant weil meine Leber so gross ist
und quer über dem ganzen lag und sie nicht so an den Magen dran kamen.
Ok da musste ich doch schlucken und mich gefragt ob das wohl alles richtig ist was ich gemacht hab.
Als die Nacht vorrüber war, war ich happy, ständig das pipsen und pumpen, keine wirkliche Erholung.
Mir wurde beim waschen geholfen und ich durfte die ersten Schritte gehen.
Kam dann bald auf mein Zimmer und durfte auch aufstehen zum Toilettengang.
Ich hatte ständig das Gefühl ich hätte Steine im Magen und bekam auch nicht so gut Luft.
Sie meinte das käme halt von der OP, würd sich aber mit der Zeit legen. Bekam dann flüssige Kost, natürlich ging nur wenig rein.
Am 3 Tag bekomm ich immer noch so schlecht Luft und die Entzündungswerte waren angestiegen, sie wollten rausfinden woher es kam.
Ich musste zum CT, dort hat sich dann rausgestellt das sich ein großer Abzess hinter der Lunge gebildet hat.
Ich bekam eine Drainage, damit es ablaufen konnte.
Von da an ging es dann aber aufwärts, Schmerzen vom Bauch her hatte ich sehr wenig.
Mehr vom Rücken, also das liegen und die Dainage, aber das war alles auszuhalten.
Am 28.06. wurde nochmal kontrolliert wie der Abzess aussah und am 29.06 kam die Dainage endlich raus.
Dann durfte ich am 29.06. endlich für die 3 Tage in die Reha Klinik zum erholen,
hat richtig gut getan, es gab ein paar Anwendungen und dort durfte ich zum ersten mal passierte Kost essen.
Vom Essen her muss ich sagen hatte ich bisher Glück, musste noch nie spucken oder hab Schmerzen bekommen.
Das einzige was ich hab, ich muss ständig aufstossen, das tut manchmal sogar richtig weh. Aber es kommt keine Flüssigkeit hoch.
Wenn ich merke das es voll ist, lass ich es.
Ich verteile meine Mahlzeiten auf 3 Hauptmahlzeiten und 2 Zwischenmahlzeiten.
Ob die Mengen ausreichend sind, kann ich nicht so genau sagen. bin schon noch etwas ängstlich, ob es zuviel oder zu wenig ist.
Ernährungsbratung meinte ich solle ruhig ein bissl probieren, rausfinden was mir bekommt und was nicht.
Seit Mittwoch 01.07.2009 bin ich wieder zuhause.
Hab mich super gefreut, endlich wieder daheim, die Tiere, mein Freund usw. denke da kann man am schnellsten erholen.
Mach auch schon ein wenig im Haushalt, lieger aber noch viel und schlafe. Bin doch noch reichlich schlapp.
Schmerzen hab ich weiterhin keine am Magen. Nur meine Waden tun mir echt weh, sind auch irgenwie voll wabbelig.
Abgenommen hab ich jetzt 14,7 kg, find das schon heftig.
1 – 2 mal am Tag laufe ich mir dem Hund eine Runde, aber das schafft mich schon noch, aber bestimmt auch wegen dem Wetter.
Wenn alles gut geht möchte ich gern in 1 Woche das schwimmen anfangen.
Wunden sehen bis jetzt auch gut aus. So glaub das ist dann erstmal alles.

Liebe Grüsse bis bald Heike

Dieser Blick…

•Juni 16, 2009 • 1 Kommentar

DSCI0009

Ich weiss das es kein perfektes Bild ist,
aber als ich es zum ersten mal gesehen hab,
hatte ich das Gefühl er guckt mir bis tief in meine Seele.
Das ist Campino der mit sicherheit fühlt,
das ich zur Zeit voll angespannt bin weil es doch Morgen endlich soweit ist.
Auf der einen Seite freue ich mich total das es endlich los geht.
Der andere Teil hat aber auch wahnsinnig viel Angst…
Angst davor das was schief geht bei der Op,
das ich im schlimmsten Falle nimmer da bin.
Aber auch Angst davor wie es hinerher sein wird.
Wie sehr verändere ich mich ???
Wie sehr wird mir das „Essen“ doch fehlen ???
Ich weiss es kommt noch eine Menge auf mich zu,
doch ich bereue nichts, ich möchte diesen Weg gehen…
Auch wenn er noch so steinig ist …
Danke für die liebe Unterstützung,
hab Euch lieb.

Ich wünsche dir Zeit…

•Juni 13, 2009 • Hinterlasse einen Kommentar

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Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben !

Elli Michler
Aus: Dir zugedacht. Wunschgedichte
© Don Bosco Verlag, 19. Aufl., München, 2004

 
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